Deeskalationstherapeut(in)


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Ausbildung Nr. DT121S | DT121B | DT122B
Dauer 1 Woche (Intensivausbildung)
Termine DT121S 11. - 16. Juni 2012
DT121B 18. - 23. Juni 2012
DT122B 05. - 10. November 2012
Montag - Samstag jeweils 9 - 18 Uhr
Gebühr EUR 1.200,-, ermäßigt EUR 960,- (nicht USt.-pflichtig)
(als Kosten für die berufl. Weiterbildung steuerlich absetzbar)
Voraussetzungen Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion.
Zertifikat Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des DIL bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die in dieser Ausbildung enthaltene Zusatzqualifikation Progressive Relaxation entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfallprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs im Bereich übender Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.
Sonstiges Bitte Decke, warme Socken, evtl. Kissen mitbringen.
Veranstaltungsort   Berlin

Deeskalationstherapeut(in) - Beschreibung als pdf-Datei
Ausbildungsbeschreibung als pdf-Datei


Hintergrund

Die Themen Gewalt und Eskalation spielen in der Gegenwart eine immer größere Rolle, wie zum Beispiel in den gesellschaftlichen Bereichen Schule und Jugend- und Erwachsenenarbeit, aber auch in den Kontexten Familie, Arbeitsplatz und Freizeit sowie auch in Katastrophenfällen. Gewalt geschieht nicht nur im Körperlichen, sondern auch im Seelischen. Immer dann, wenn Menschen andere bedrohen oder unterdrücken, ist Gewalt im Spiel.

Gewaltbehaftete und extreme Situationen lassen sich ohne eine besondere Handlungskompetenz oft nicht meistern. Viele Menschen begegnen diesem Phänomen leidvoll und mit Angst und möchten lernen, damit selbstsicher umzugehen, Ursachen zu ergründen und für den professionellen Umgang mit Extremsituationen souveräne Handlungsalternativen zu erlernen.

Ziel

Die Teilnehmenden erwerben die Qualifikation der therapeutischen und pädagogischen Intervention und die Fähigkeit der Anleitung von Personen mittels einer Methodenvielfalt wissenschaftlich fundierter psychologischer Deeskalationsverfahren.


Aus dem Inhalt
  • Grundlagen der Psychologie und therapeutischer Interventionstechniken
  • Krisenintervention in Extremsituationen und Katastrophenfällen
  • Psychologie der Gewalt und Aggression
  • Gewalterfahrungen und Anti-Gewalt-Interventionen
  • Schulung des eigenen Verhaltens und Umgang mit Emotionen
  • Deeskalierende Gesprächsführung
  • Kampftechniken aus dem östlichen Kulturkreis
  • Konfrontative Methoden
  • Mediation - Deeskalation
  • Theaterpädagogische Intervention
  • Interaktionsspiele
  • Körpersprache, Visualisation
  • Darstellung gewaltfreier Konfliktregelung
  • Normen und Grenzen
  • Opferperspektiven
  • Typologie von Tätern
  • Gewaltprävention

  • Psychodrama, Soziodrama
  • Provokationstests / Provokationsspiele
  • Optimierung kommunikativer Kompetenzen
  • Differenzierte therapeutische Modelle
  • Progressive Muskelrelaxation (Seminarleiterschein)
  • Anwendung verschiedener Entspannungstechniken
  • Systemische Ansätze 
  • Konflikttraining
  • Sicheres und selbstbewusstes Auftreten
  • Professioneller Umgang mit gewaltbereiten Personen
  • Professioneller Umgang mit eskalierten Situationen
  • Symbolarbeit und biografische Analyse
  • Körperthrilling
  • Vertrauensübungen, Deeskalationsübungen
  • Sharing
  • Anwendung von Equipment
  • Praxis- und Selbsterfahrung
  • Pädagogische Anleitung von Personen in Deeskalationstrainings
  • Therapieeinzelsitzungen
  • Individuelles Einzelcoaching

Aus dem Methodenteil


In der Ausbildung wird durch Vortrag, Gruppenarbeit und Selbsterfahrung eine Wissensbasis zu den modernen Deeskalationstechniken erarbeitet. Die Teilnehmer(innen) üben Elemente aus den unterschiedlichen Verfahren. Die Erfahrungen werden reflektiert, analysiert und auf ihre therapeutische und pädagogische Relevanz hin geprüft. Die gelernten Methoden werden von den Teilnehmer(inne)n umgesetzt und gemeinsame Interventionsansätze generiert. Die Ausbildung endet mit der Durchführung von durch die Teilnehmenden selbst entwickelten Seminar- und Therapieeinheiten. Therapieeinzelsitzungen werden im Rollenspiel mit erfahrenen Therapeut(inn)en und Diplom-Psycholog(inn)en geübt und supervidiert. Gemeinsam werden die gelernten Verfahren zur Anwendung gebracht.

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