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Glossar

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(von griech. paideia „Erziehung, Bildung“, pais „Knabe, Kind“ und agein „führen“) ist die praktische und theoretische Lehre von der Erziehung. Oft wird der Begriff auch mit Erziehung gleichgesetzt. Pädagogik umfasst verschiedene Bereiche von Entwicklungsprozessen von Menschen, insbesondere von Kindern. Unter pädagogischem Handeln versteht man mitunter Erziehung, Bildung, Interaktion und Vermittlung sowie die jeweilige erziehungswissenschaftliche und entwicklungspsychologische Fundierung dieser Bereiche.

Unter dem Oberbegriff Klangtherapie werden eine ganze Reihe von alternativen Behandlungsformen zusammengefasst. Häufig versteht man unter Klangtherapie ein Verfahren, bei dem man Klangschalen auf den Körper des Patienten legt und in Schwingungen versetzt. Diese Behandlung beruht auf alten buddhistischen Traditionen. Neben den Klangschalen kann man aber auch Zimbeln, Glocken, Gongs, Geräusche aus der Natur, Gesang oder synthetische Klänge in der Klangtherapie verwenden. Eine weitere Variante besteht in der Reizung von Akupunkturpunkten durch Schallwellen. Es gibt inzwischen auch CDs mit Klängen, die sich zur Meditation und Entspannung zu Hause eignen. All diese Methoden zielen darauf ab, durch die Klänge unterschwellig Gefühle und Stimmungen, Chakren oder das Qi zu beeinflussen und energetische Blockaden zu lösen. Durch besonders tiefe Töne beeinflusst man unmittelbar die Körpersphäre, ohne den Umweg über die Gehörgänge und das Gehirn nehmen zu müssen.

Yoga ist eine indische philosophische Lehre. Die Wurzel des klassischen Hatha-Yoga gründet sich in den Sutren von Patanjali. Es besteht aus dem 8-gliedrigen Pfad, in Sanskrit genannt Ashtanga-Yoga, und besteht aus geistigen und körperlichen Übungen wie Yama (ethisches Verhalten gegenüber der Umwelt), Niyama (Regeln im Umgang mit sich selbst), Asanas (Körperhaltung), Pranayama (Atemlenkung), Pratyahara (Beherrschung der Sinne), Dharana (Konzentration), Dhyana (Meditation) und Samadhi (Einssein). Der Begriff Yoga ist doppeldeutig. Er kann sowohl als Vereinigung mit dem inneren Selbst als auch „anspannen – anjochen“ des Körpers interpretiert werden.

Es gibt verschiedene Strömungen des Yoga, die sich alle hinsichtlich der Wege zur Verwirklichung der Ziele unterscheiden. In der westlichen Welt versteht man unter Yoga vor allem die körperlichen Übungen (Asanas) in Verbindung mit den Atemübungen (Pranayama). In anderen Richtungen stehen die Meditation oder die Konzentration im Vordergrund, z. B. im Kriya-Yoga, oder auch der therapeutische Aspekt wie im Vini-Yoga. Das moderne Yoga ist stark meditativ und körperbezogen. Yoga liefert hier vor allem einen Beitrag zur persönlichen Entwicklung, während religiöse und weltanschauliche Aspekte kaum mehr eine Rolle spielen. Im Vordergrund steht im Westen die Selbstfindung im Yoga durch regelmäßige Praxis im Alltag und daraus resultierend eine Harmonie von Seele, Geist und Körper.

Yoga wirkt sich positiv auf die psychische und physische Verfassung aus. Es hilft vor allem bei Beschwerden wie Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, chronischen Schmerzen und Rückenbeschwerden. Yoga stärkt Muskeln, Sehnen, Bänder und Gefäße und verbessert die Durchblutung. Es fördert eine bessere Rückenmuskulatur und wirkt so Haltungsschäden entgegen. Allerdings kann es auch zu Verletzungen kommen, wenn die teilweise komplizierten Übungen ohne kompetente Anleitung durchgeführt werden. Daher ist vom Yoga im Eigenstudium abzuraten, man sollte es stets mit Hilfe eines qualifizierten Yogalehrers oder Yogatherapeuten erlernen.

Mit Hilfe von Hypnose, Suggestionstechniken und Trancezuständen werden Such-, Lern- und Heilungsprozesse ausgelöst. Durch die Kraft der Worte wird beim Klienten spielerisch eine solch tiefe Entspannung erzeugt, dass er Zugang zum kreativen Potential seines Unbewussten bekommt. Der eigene innere Kritiker ist mehr oder weniger ausgeschaltet, so dass daher leichter neue Möglichkeiten gefunden werden können. Der Therapeut begleitet und unterstützt, übernimmt jedoch nicht die Kontrolle über das innere Geschehen des Klienten. Die Dauer von Hypnotherapien beträgt oft nur wenige Sitzungen. Sie kann durch Techniken der Selbsthypnose ergänzt werden, mit denen der Klient selbstständig zu Hause arbeiten kann.

Die moderne Hypnotherapie wurde von Milton H. Erickson entwickelt. Der Therapeut hilft dem Klienten, in eine hypnotische Trance zu gelangen und diesen Zustand für Veränderungen zu nutzen. Das Bewusstsein des Klienten verliert an Einfluss, unbewusste Prozesse können nach oben dringen. Mit Hilfe von Metaphern und Sprachbildern, Analogien und Wortspielen regt der Hypnotherapeut neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten an. Der Klient kann später im Wachbewusstsein entscheiden, welche dieser Möglichkeiten er annimmt. Im Rahmen der Hypnotherapie können aber auch andere Trancetechniken wie Mantra-Meditationen oder Vocal Meditation eingesetzt werden.

Viele wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Hypnotherapie. Im klinischen Bereich wird Hypnose mit der eigentlichen psychotherapeutischen Arbeit verbunden, dann stellt sie eine Form der Psychotherapie dar. Im beratenden Bereich kann Hypnose als Entspannungsverfahren eingesetzt werden, um bei der Lösung bestimmter Probleme zu helfen. Vielfach wird Hypnose bei der Schmerzregulation eingesetzt (z. B. Geburts-, Operations- oder Kopfschmerzen), aber auch bei der Rauchentwöhnung, bei Übergewicht, Entscheidungsproblemen und Prüfungsängsten hat sich diese Entspannungsmethode bewährt.

Hypnose bezeichnet in erster Linie den Zustand des Hypnotisiert-Seins (hypnotische Trance), der als eine Form veränderter Aufmerksamkeit beschrieben werden kann. Zwar kommt das Wort Hypnose vom griechischen hypnos = „Schlaf“, doch ist die Hypnose kein Schlafzustand, sondern ein entspannter Zustand, der durch ausschnitthafte Wachheit und erhöhte Empfänglichkeit für Suggestionen gekennzeichnet ist. Suggestionen leiten zunächst den hypnotischen Zustand ein und regen anschließend die hypnotische Aktivität an.

Bei der Hypnose kann es zu Erfahrungen kommen, die ganz anders sind als die Alltagserfahrungen. Beispielsweise können bestimmte Gedächtnisinhalte nicht mehr erinnert werden (das kann sogar den eigenen Namen betreffen), anderes, vergessen geglaubtes Wissen kann wieder zutage treten. Auch Halluzinationen, veränderte Körperwahrnehmungen u. a. m. sind möglich. Wie es zu diesen Phänomenen kommt, ist wissenschaftlich noch nicht gänzlich geklärt.

Therapeutisch kann die Hypnose beispielsweise zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, bei der Linderung von Ängsten oder auch im Rahmen psychoanalytischer Therapien, um unbewusste Inhalte besser zugänglich zu machen. Das sogenannte „Positive Denken“ kann als eine einfache Form der Selbsthypnose angesehen werden.

Der hypnotische Zustand kann selbst herbeigeführt werden (Autohypnose, z. B. durch Autogenes Training, Yoga) oder durch einen Therapeuten im Rahmen der Hypnotherapie. Es ist nicht möglich, einen Menschen gegen seinen Willen zu hypnotisieren.

Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) ist auch unter den Bezeichnungen Progressive Muskelentspannung, Progressive Relaxation oder Tiefenmuskelentspannung bekannt und geht auf den amerikanischen Physiologen Edmund Jacobson zurück. Die Progressive Muskelrelaxation ist ein Verfahren, bei dem bestimmte Muskelgruppen willkürlich und bewusst an- und wieder entspannt werden, wodurch der gesamte Körper schließlich entspannt wird. Die Progressive Muskelrelaxation arbeitet dabei nacheinander verschiedene Muskelgruppen in einer vorgegebenen Reihenfolge durch. Die Muskeln werden kurz angespannt und dann wieder gelöst, wobei sich der Patient auf den Wechsel zwischen An- und Entspannung und seine Empfindungen dabei konzentriert. Die Progressive Muskelrelaxation senkt dadurch die Muskelspannung unter das Normalniveau ab und verbessert die Körperwahrnehmung. Bei regelmäßiger Anwendung lernt man, die muskuläre Entspannung im Alltag gezielt herbeizuführen. Für Fortgeschrittene ist dies schließlich sogar ohne vorherige Anspannung möglich. Unruheäußerungen wie Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern gehen zurück.

Die Progressive Muskelrelaxation wird beispielsweise häufig in der Verhaltenstherapie im Rahmen der systematischen Desensibilisierung eingesetzt, um Angststörungen zu behandeln. Weitere Behandlungsfelder sind Hypertonie, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Stress. Wissenschaftlich besonders gut belegt ist die Wirksamkeit der PMR bei Hypertonie, Spannungskopfschmerzen und in der Stressprävention. Besonders im Präventionsbereich kommt der PMR eine hohe Bedeutung zu, weil sie als einfach zu erlernendes Verfahren den Menschen eine gute und praktikable Möglichkeit an die Hand gibt, das körperliche und seelische Wohlbefinden positiv zu beeinflussen.

In einer Intensivausbildung werden die Inhalte in kompakter und zusammenhängender Form vermittelt. Durch das Fehlen von Unterbrechungen können die Teilnehmer(innen) tief in die Thematik eintauchen. Die Ausbildungsgruppe bleibt konstant zusammen und kann sich als Einheit finden. Gruppendynamische Elemente können für den Lernprozess nutzbar gemacht werden. Anders als bei Wochenendausbildungen, zwischen denen jeweils ein zeitlicher Abstand liegt, bleiben Thema und Mitlernende konstant präsent. Dadurch wird eine hohe Dichte in der Lernatmospäre möglich.

Der Gattungsbegriff „Entspannungstechniken“ fasst alle Methoden zur Erreichung eines Entspannungszustandes zusammen. Durch Entspannungstechniken können die Symptome physischer und psychischer Anspannung, also Stress, Erregung, Nervosität, Hektik usw. verringert werden. Weitere Ziele von Entspannungstechniken sind die Verringerung von Belastungssituationen, der entsprechende Umgang mit diesen sowie Zustände der Entspannung und des Wohlbefindens. Beliebte Methoden sind: Meditation, Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, die Feldenkrais-Methode, Shiatsu, Qi Gong, Tai Chi u.v.m.

Das Autogene Training ist eine Methode, mit der man Stress und psychosomatische Störungen unterstützend behandeln kann. Es basiert auf Autosuggestion und Selbsthypnose und wurde von dem Berliner Arzt Johannes Heinrich Schultz entwickelt. Das Autogene Training nutzt die Fähigkeit der Menschen, eine tiefe Entspannung allein mit Hilfe ihrer Vorstellungskraft zu erreichen. Fordert man Menschen beispielsweise dazu auf, intensiv an eine Erwärmung eines bestimmten Körperteils zu denken, so steigt tatsächlich die Temperatur in dieser Körperregion an, da der Körperteil stärker durchblutet wird.

Das Autogene Training unterscheidet zwischen der Unter- und Oberstufe. Die Unterstufe dient ausschließlich der Entspannung. Sie besteht aus sechs Übungen, die Schwere, Wärme in den Extremitäten, Puls- und Atemberuhigung, Wärme im Sonnengeflecht und eine kühle Stirn hervorrufen. In der Oberstufe hilft das Autogene Training, Probleme durch Suggestion (Formeln und Bilder) soweit zu lösen, dass eine spürbare Linderung oder eine Heilung eintritt. Diese Stufe ist mit der Tiefenanalyse der Psychotherapie vergleichbar, allerdings gelangt man ohne Hilfe des Therapeuten selbstständig zu seinen Erkenntnissen.

Als Psychotherapie werden Formen der Behandlung psychischer Störungen bezeichnet. Das Ziel ist dabei, seelische Problematiken gemeinsam mit dem Klienten so zu bearbeiten, dass ein Umgang mit ihnen möglich und die eigenständige Lebensführung wieder hergestellt bzw. erhalten wird. Je nach Psychotherapieverfahren kann es zum Beispiel darum gehen, bislang ungelebte Anteile der Persönlichkeit und schöpferische Potentiale zugänglich zu machen, schwierige Situationen in der Kindheit und die damit verbundene seelische Entwicklung aufzuarbeiten, eingefahrene Denkmuster zu erkennen und zu reflektieren oder auch nur neue Verhaltensweisen einzuüben.

Das für diesen Bereich maßgebliche Psychotherapeutengesetz (PsychThG) definiert Psychotherapie so: „jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist.“ „Störungen mit Krankheitswert“ sind alle diejenigen Störungen, die in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10, Kapitel V (F)) aufgeführt sind. Diese beinhalten unter anderem Persönlichkeitsstörungen, Zwangserkrankungen, Ängste und Phobien, organisch bedingte psychische Störungen, Schizophrenie, Depression, Manie und andere mehr. Psychotherapie im Sinne des Psychotherapeutengesetzes (also innerhalb der sog. Heilkunde) darf nur von Psychologischen Psychotherapeuten, Ärztlichen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten und eingeschränkt von Heilpraktikern für Psychotherapie ausgeübt werden.

Situationen oder Befindlichkeiten, die zwar als problematisch erlebt werden, aber keinen Krankheitswert besitzen (also nicht in der ICD-10 aufgeführt sind) – wie zum Beispiel viele soziale Konflikte, Sinnfragen, schwierige Entscheidungen – fallen nicht unter das Psychotherapeutengesetz. Aber auch sie können mit Psychotherapie behandelt werden. Sinnvoll ist Psychotherapie in solchen Fällen vor allem dann, wenn das Therapieziel in einer Entwicklung der Persönlichkeit und persönlicher Reifung besteht. Solche Form therapeutischer Arbeit (also außerhalb der Heilkunde) kann auch von anderen als den im vorigen Absatz genannten Personen geleistet werden. Sie wird dann nicht als Psychotherapie im engeren Sinne, sondern eher als Lebensberatung und Hilfe zur Persönlichkeitsentwicklung verstanden.

Zur Zeit werden die Kosten einer Psychotherapie von den Krankenkassen übernommen, wenn das Behandlungsverfahren zu einer der folgenden drei Gruppen gehört: zu den psychoanalytischen Verfahren (Psychoanalyse nach Freud, Analytische Psychologie nach Jung und Individualpsychologie nach Adler), zu den Verfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (die eine inhaltlich und von der Dauer her reduzierte Form psychoanalytischer Verfahren darstellen) oder zur Verhaltenstherapie (die hauptsächlich lerntheoretisch und kognitiv orientiert arbeitet). Diese Verfahren gelten im Sinne des Psychotherapeutengesetzes als „wissenschaftlich anerkannt“ und sind daher kassenanerkannt. Niedergelassene Psychotherapeuten und Ärzte können auch das Autogene Training, die Progressive Muskelrelaxation und die Hypnose psychotherapeutisch einsetzen und abrechnen.

Darüber hinaus gibt es eine Fülle weiterer Psychotherapieverfahren, für die keine Kassenzulassung möglich ist. Ebenfalls sind die formalen Hürden für eine Ausbildung deutlich niedriger. Zu den bekanntesten Verfahren gehören die Gestalttherapie, die Gesprächspsychotherapie, die Kunsttherapie, das Psychodrama, die systemische Psychotherapie und die Körperpsychotherapie. Gemeinsam ist allen Psychotherapieverfahren die besondere Bedeutung der Beziehung zwischen Klient und Therapeut – therapeutische Arbeit ist zu einem wesentlichen Teil Beziehungsarbeit. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass sich die einzelnen Verfahren in ihrer konkreten Arbeitsweise und auch in ihrem zugrunde liegenden Menschenbild unterscheiden. Für Anbieter wie für Interessenten eines Verfahrens der Psychotherapie ist es daher empfehlenswert, sich mit den jeweiligen Menschenbildern und Seelen-Begriffen (wenn vorhanden) zu beschäftigen.

Die Lerntherapie richtet sich in der Regel an Kinder und Jugendliche mit Lern- und Leistungsstörungen oder -schwächen. Die Lerntherapie greift dabei unter anderem auf Methoden aus der Gesprächs-, Verhaltens-, und Gestalttherapie, aus der Heilpädagogik, Ergotherapie und Kinesiologie zurück. Hinzu kommen Elemente der Bewegung und der Entspannung sowie diagnostische Arbeitsdialoge, die sich auf die zu erlernenden Inhalte beziehen. Die genaue Vorgehensweise des Lerntherapeuten orientiert sich immer an den individuellen Voraussetzungen des betroffenen Kindes oder Jugendlichen, dessen Bedürfnissen, Problemen und Stärken und an den vereinbarten Zielen der Lerntherapie. Sie kann als Einzel- oder als Kleinstgruppentherapie durchgeführt werden und bezieht die das Kind oder den Jugendlichen umgebende Umwelt in die Arbeit mit ein (systemischer bzw. integrativer Ansatz).